Newsletter | Juli 2026
Aus der Fachstelle
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Neues aus der Landeskirche
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Neues Kirchengesetz
Einstimmig haben die Mitglieder der 27. Landessynode das erste Kirchengesetz der Landeskirche Hannovers zur Prävention sexualisierter Gewalt (PrävG) verabschiedet. Das Kirchengesetz tritt am 1. Juli in Kraft und ermächtigt das Landeskirchenamt dazu, konkrete Schritte zum Beispiel zur Prävention, zum Eingreifen und zur Aufarbeitung in Fällen sexualisierter Gewalt festzulegen. Damit können die bisher geltenden „Grundsätze“ im Nachgang in eine Rechtsverordnung überführt werden. Das neue Gesetz nimmt in aller Kürze Bezug auf die Gewaltschutzrichtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als Folge der ForuM-Studie zum Missbrauch in der evangelischen Kirche wird die Richtlinie aktuell und bis voraussichtlich 2028 noch einmal überarbeitet. Das PrävG der Landeskirche Hannovers wird nach Verabschiedung der neuen EKD-Richtlinie angepasst.
Überarbeiteter landeskirchlicher Interventionsplan
Am 29. Juni wurden der überarbeitete und weiterentwickelte Interventionsplan sowie die ergänzenden Handlungsgrundsätze mit der G-Rundverfügung 9/2026 veröffentlicht und in Kraft gesetzt. Neu ist, dass der Interventionsplan nun ausschließlich für Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt gilt. An Grundlagen der Meldepflicht für alle Mitarbeitenden oder vertraulichen Beratungs- und Ansprechmöglichkeiten in der Fachstelle Sexualisierte Gewalt verändert sich nichts.
Thementalk „Neuer Interventionsplan“
Am 2. September findet um 12 Uhr der nächste digitale „Thementalk“ statt. Dieses Mal informieren Landeskirchenamt und Fachstelle über den neuen Interventionsplan, nehmen Rückmeldungen auf und beantworten Fragen.
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Freie Plätze Multiplikator*innenschulung
Vom 28. bis 30. September wird die letzte Multiplikator*innenschulung im Jahr 2026 in Aurich stattfinden. Der zweite Teil findet am 20. Oktober per Videokonferenz statt. Es sind noch viele Plätze verfügbar – bei weiterhin fehlenden Anmeldungen kann es sein, dass erstmalig eine Multiplikator*innenschulung abgesagt werden muss. Anmeldungen können mit Anuschka Lütje (anuschka.luetje@evlka.de) besprochen werden.
Handreichung zur Entwicklung von Schutzkonzepten
Die Handreichung zur Entwicklung von Schutzkonzepten wurde überarbeitet. In der neuen Version werden die Standards in der Entwicklung neu dargestellt, sodass Erarbeitungsschritte und Ziele übersichtlicher visualisiert werden.
Zur Handreichung
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Workshop Traumasensible Kommunikation
Am 3. September von 10.30 bis 16.30 Uhr findet das nächste Mal der Workshop zu traumasensibler Kommunikation in der Evangelischen Agentur statt. Traumatische Erfahrungen hinterlassen oft tiefe Spuren – nicht nur im Leben betroffener Menschen, sondern auch in der Art und Weise, wie sie kommunizieren und auf Kommunikation reagieren. Eine traumasensible Haltung hilft, angemessen und respektvoll mit betroffenen Personen in Kontakt zu treten. Die Fortbildung vermittelt theoretisches Wissen und praxisnahe Methoden, um Gespräche mit traumatisierten Menschen sicher und unterstützend zu gestalten. In einem zweiten, praktischen Teil steht die Übung wertschätzender und ressourcenorientierter Kommunikation im Mittelpunkt. In Rollenspielen werden niedrigschwellige Gesprächssituationen geübt. Raum für Austausch und Reflexion ist fester Bestandteil des Programms. Der Workshop wird geleitet von Katharina Schröder (B.A. Soziale Arbeit, Systemische Beraterin und Therapeutin SG, Traumafachberaterin, Traumapädagogin) und Petra Eickhoff-Brummer (Pastorin, Lehrsupervisorin DGfP, Supervisorin SG).
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Institut plant Aufruf für neue Aufarbeitungsstudie
Seit dem 1. Juni läuft eine wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt durch einen ehemaligen Diakon aus der Landeskirche. Er wurde Ende 2002 vom Landgericht Hannover zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 11 Monaten verurteilt. In dem Gerichtsverfahren ging es um unterschiedliche Konstellationen sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen sowie die Verbreitung pornografischer Schriften. Der ehemalige Diakon war in dem Zeitraum von 1989 bis 2002 in verschiedenen Gemeinden der Landeskirche in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Das wissenschaftliche Institut IPP wird in den kommenden Monaten mindestens einen Aufruf veröffentlichen, der sich an Personen richtet, die sich zu dem Fallkomplex äußern möchten. Dabei kann es sich zum Beispiel um Betroffene von sexualisierter Gewalt durch den ehemaligen Diakon, um Mitarbeitende der Landeskirche Hannovers oder um Zeitzeug*innen handeln. Ziel ist es, Menschen zu gewinnen, die bereit sind, ihre Erfahrungen in einem Interview mit dem IPP – unter Wahrung strenger Datenschutzrichtlinien – zu teilen.
Mehr Informationen
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URAK: Save the Date für das 3. Betroffenenforum
Am 22. August von 10 bis 16 Uhr lädt der Verbund evangelischer Kirchen und Diakonischen Werke in Niedersachsen und Bremen zum dritten Forum für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie ein. Die Veranstaltung findet statt in der GastFreundSchafft, Osterstraße 42, 30159 Hannover. Es wird Raum für Austausch, Vernetzung und Information geben – genauere Pläne werden im Augst veröffentlicht. Fragen können an die Geschäftsstelle der URAK gestellt werden.
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22. August 2026, 10 bis 16 Uhr: 3. Betroffenenforum des Verbunds Niedersachsen-Bremen, Hannover
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24. August 2026, 9 bis 13.30 Uhr: Workshop „Sexualisierte Gewalt als Thema in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Altenheimen“, digital
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25. bis 27. August 2026: Fachreihe digitale sexualisierte Gewalt
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2. September 2026, 12 Uhr: Thementalk „Neuer Interventionsplan“, digital
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3. September 2026, 10.30 bis 16.30 Uhr: Workshop „Traumasensible Kommunikation“, Evangelische Agentur
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22. September 2026, 17 bis 21 Uhr: Workshop „Schutzkonzepte sicher entwickeln“, digital
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8. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr: Leitungsschulung, Hanns-Lilje-Haus
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8. Oktober 2026, 10.30 bis 16 Uhr: „Grenzenlos? Grenzen – los! Grenzverletzende Kontakte in Seelsorge und vertraulichen Gesprächen“ (mehr Informationen)
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17. November 2026, 15 bis 17.30 Uhr: „Peergewalt unter Kindern im Kita-Alter“ mit Ulli Freund, digital
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3. Dezember 2026, Save the Date: Fachtag Aufarbeitung, Werkhof Hannover
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