Newsletter | August 2026
Aus der Fachstelle
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Über den Sommer haben Mitarbeitende der Fachstelle Sexualisierte Gewalt interessante Veranstaltungen mitgestaltet:
Konferenz der GEKE in Warschau
Vom 19. bis 21. Juni fand in Warschau eine Konferenz zu Schutzmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt in Kirchen statt. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), welche die Resolution 2533 der Parlamentarischen Versammlung des Europarates unterstützt und hierfür ihre Mitgliedskirchen eingeladen hatte, gemeinsam an Schutzprozessen gegen sexualisierte Gewalt zu arbeiten. Von der Fachstelle der Landeskirche Hannovers nahm Anuschka Lütje an der Konferenz teil und arbeitete gemeinsam mit Vertreter*innen aus mehr als 40 evangelischen Kirchen in Europa an verschiedenen Schutzmaßnahmen. Mit der Veranstaltung beginnt ein mehrjähriger Austausch- und Umsetzungsprozess zum Thema Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt.
Landesgartenschau in Bad Nenndorf
Auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf hat Wiebke Seedorf am 6. Juli ein Interview beim wöchentlichen Tischgespräch des Kirchenzelts gegeben. Unter dem Motto „Ich glaub dran“ wurde über die Tätigkeit in der Fachstelle und die Voraussetzungen zur Prävention sexualisierter Gewalt gesprochen.
Theologische Fakultät in Göttingen
Auch die theologische Fakultät in Göttingen macht sich auf den Weg, ein Schutzkonzept zu erarbeiten. Um das Thema an die Fakultät zu bringen, wurde Wiebke Seedorf eingeladen, einen Vortrag zur Einordnung von sexualisierter Gewalt und Schutzkonzepten zu halten.
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Neues aus der Landeskirche
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Thementalk „Neuer Interventionsplan“
Im Juni ist der neue landeskirchliche Interventionsplan für Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt durch kirchliche Mitarbeitende in Kraft gesetzt worden. An Grundlagen der Meldepflicht für alle Mitarbeitenden oder vertraulichen Beratungs- und Ansprechmöglichkeiten in der Fachstelle Sexualisierte Gewalt verändert sich nichts. Allerdings sind auch einige Neuerungen in Kraft getreten. Der Thementalk soll Raum für Fragen und Austausch bieten. Was ist neu? Was hat sich geändert? Was heißt das jetzt für Körperschaften und Einrichtungen der Landeskirche Hannovers? Was sind Ihre Fragen? Gemeinsam mit Dr. Martin Hauger wird Andrea Radtke, Juristin der Fachstelle, die Neuerungen vorstellen und Ihre Fragen beantworten. Der Termin findet am 2. September 2026 digital von 12 bis 13 Uhr statt. Die Anmeldung ist über die Website der Fachstelle möglich.
Zur Anmeldung
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Glossar zu digitaler sexualisierter Gewalt
Digitale Gewalt spielt in der fachlichen Betrachtung und Beratung eine immer größer werdende Rolle. Mit der Fachreihe zu digitaler sexualisierter Gewalt wird das Thema auch in der Fachstelle in den Fokus genommen. Die Fachreihe ist schon nach kurzer Zeit ausgebucht gewesen. Nun stehen Überlegungen an, weitere Veranstaltungen zu dem Thema zu planen. Über ein Glossar von Hate Aid können Interessierte mehr über digitale Gewalt erfahren.
Zum Glossar
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Fachtagung Aufarbeitung 2026
Am 3. Dezember findet in diesem Jahr von 9.30 bis 17 Uhr im Werkhof (Schaufelder Straße 11, 30167 Hannover) die Fachtagung Aufarbeitung 2026 in einem anderen Format als die Werkstatt-Reihe mit und in der Evangelischen Akademie Loccum statt. Im Mittelpunkt der Tagung der Fachstelle stehen die Erfahrungen aus Aufarbeitungsprojekten zu sexualisierter Gewalt in der Landeskirche. Gemeinsam mit Betroffenen, Mitwirkenden, Fachkräften aus Kirche und Wissenschaft sowie weiteren Interessierten möchten wir zentrale Fragen der Aufarbeitung diskutieren und Impulse für zukünftige Projekte entwickeln. So zum Beispiel:
- Welche Erfahrungen machen Menschen, die sich an Aufarbeitungsprozessen beteiligen?
- Wie kann die Qualität von Aufarbeitungsprojekten nachhaltig gesichert und evaluiert werden?
- Welche Unterstützung wird für Mitwirkende in den Aufarbeitungsprojekten vor, während und nach der Veröffentlichung eines Aufarbeitungsberichts benötigt?
- Welche Erwartungen bestehen an wissenschaftliche Aufarbeitungsberichte – und werden diese erfüllt?
- Welche Erkenntnisse lassen sich aus bisherigen Projekten für die Zukunft gewinnen?
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung richtet sich an Mitwirkende und Betroffene aus Aufarbeitungsprojekten, Fachkräften aus Kirche und Wissenschaft, Mitarbeitende anderer Landeskirchen sowie alle Interessierten, die sich mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt beschäftigen. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Zur Anmeldung
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Zentrale, unabhängige Ombudstelle
Nach dem Beschluss des Beteiligungsforums Sexualisierte Gewalt in der EKD und Diakonie (BeFo) für ein Konzept einer zentralen, unabhängigen Ombudsstelle haben nun auch Kirchenkonferenz und der Rat der EKD dem Konzept zugestimmt und den Weg zur Vergabe freigemacht. Die entsprechenden Mittel stellen EKD und Diakonie zur Verfügung. Die Einrichtung einer solchen Stelle ist eine der Maßnahmen, die die EKD-Synode 2024 als Konsequenz aus der ForuM-Studie beschlossen hat. Die Ombudsstelle soll Betroffene sexualisierter Gewalt bei Konflikten mit kirchlichen oder diakonischen Einrichtungen beraten und unterstützen. Sie erhält keine Weisungen, sondern handelt unabhängig und im Sinne der Betroffenen parteilich und vertraulich. Die Ombudsstelle richtet sich insbesondere an Menschen, die in der Kommunikation mit den Institutionen das Gefühl haben, nicht weiter zu kommen. Ziel ist es, den Dialog zwischen der betroffenen Person und der kirchlichen oder diakonischen Stelle wieder zu ermöglichen. Die Ombudsstelle ist nicht zuständig für Anerkennungsverfahren und auch nicht gedacht für den Erstkontakt von Betroffenen oder deren therapeutische Begleitung.
Neue Vertretung der PIH-K im Beteiligungsforum
Die Leiterin der Fachstelle Sexualisierte Gewalt in der Landeskirche Hannovers, Mareike Dee, hat bislang die PIH-K, die Konferenz der Vertretungen aller Fachstellen in Landeskirchen und Landesverbänden, im BeFo vertreten. Sie ist zum Juli 2026 turnusmäßig ausgeschieden. An ihrer Stelle wird jetzt Charlotte Nieße, die Fachstellenleiterin der Evangelischen Kirche in Westfalen, die PIH-K vertreten.
Vernetzungsplattform BeNe vorübergehend offline
Aus Sicherheitsgründen ist die Vernetzungsplattform BeNe derzeit offline. Grund sind die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kommunizierten Sicherheitslücken im Content-Management-System WordPress. Die empfohlenen Aktualisierungen sind durchgeführt und die Sicherheitslücken geschlossen worden. Weitere Informationen sind direkt auf https://betroffenen-netzwerk.de/de_einfach/ zu finden. Ein FAQ zum Sicherheitsvorfall der Plattform steht hier bereit: https://www.ekd.de/bene-betroffenennetzwerk-97214.htm
3. Betroffenenforum des Verbunds Niedersachsen-Bremen
Am 22. August 2026 findet vom 10 bis 16 Uhr in Hannover das 3. Betroffenenforum des Verbunds Niedersachsen-Bremen statt. Die Veranstaltung dient dem Austausch über den aktuellen Stand und über notwendige Schritte und Maßnahmen im Umgang mit sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie. Es besteht für Betroffene die Möglichkeit für Austausch und Vernetzung mit anderen Betroffenen und Mitgliedern der Betroffenenvertretung der URAK. Ebenfalls stehen Verantwortliche aus der evangelischen Kirche und Diakonie für Diskussionen zur Verfügung. Die Fachstellen im Verbund sind mit einem Austauschformat dabei.
Zur Einladung
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17. August 2026, 9 bis 13.30 Uhr: Grundschulung Prävention sexualisierter Gewalt, digital
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22. August 2026, 10 bis 16 Uhr: 3. Betroffenenforum des Verbunds Niedersachsen-Bremen, Hannover
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24. August 2026, 9 bis 13.30 Uhr: Workshop „Sexualisierte Gewalt als Thema in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Altenheimen“, digital
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25. bis 27. August 2026: Fachreihe digitale sexualisierte Gewalt, digital
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2. September 2026, 12 bis 13 Uhr: Thementalk „Neuer Interventionsplan“, digital
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3. September 2026, 10.30 bis 16.30 Uhr: Workshop „Traumasensible Kommunikation“, Evangelische Agentur
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16. September 2026, 9 bis 13.30 Uhr: Grundschulung Prävention sexualisierter Gewalt, digital
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22. September 2026, 17 bis 21 Uhr: Workshop „Schutzkonzepte sicher entwickeln“, digital
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8. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr: Leitungsschulung, Hanns-Lilje-Haus
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8. Oktober 2026, 10.30 bis 16 Uhr: „Grenzenlos? Grenzen – los! Grenzverletzende Kontakte in Seelsorge und vertraulichen Gesprächen“ (mehr Informationen)
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10. November 2026, 9 bis 13 Uhr: Grundschulung für Mitarbeitende des Landeskirchenamts der Landeskirche Hannovers mit Außenstellen, Landeskirchenamt Hannover
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17. November 2026, 15 bis 17.30 Uhr: „Peergewalt unter Kindern im Kita-Alter“ mit Ulli Freund, digital
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3. Dezember 2026, 9.30 bis 17 Uhr: Fachtag Aufarbeitung, Werkhof Hannover
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