Newsletter | September 2026
Aus der Fachstelle
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Neu im Team
Wir begrüßen eine neue Kollegin: Nach einem Jahr Vakanz verstärkt seit dem 1. September Ellen Radtke das Präventionsteam. Wir begrüßen die neue Kollegin ganz herzlich im Team der Fachstelle und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit.
Themen-Talk zum neuen Interventionsplan
Der unregelmäßig stattfindende Themen-Talk ist ein Informations- und Austauschformat der Fachstelle. Alle interessierten Personen aus der Landeskirche können sich für das einstündige digitale Format anmelden. Informationen über den Themenschwerpunkt werden vorab über die Website veröffentlicht. Der letzte Termin fand am 2. September statt. Unter Beteiligung von Martin Hauger und Andrea Radtke wurde der neue Interventionsplan der Landeskirche, der im Juni mit der G-Rundverfügung 9/2026 in Kraft gesetzt wurde, vorgestellt und es gab Raum für Austausch und Rückfragen.
Ebenfalls anwesend war Linda Schreiber, die seit dem 1. April als Koordinierungsstelle im Landeskirchenamt Fallmeldungen entgegennimmt und die Intervention koordiniert. Sie gab den Teilnehmenden einen Einblick in ihren Tätigkeitsbereich. Aufgrund breiter Beteiligung und vieler Rückfragen zu der Veranstaltung wird nun ein weiterer Termin geplant. Über den Newsletter werden wir dazu informieren.
Social-Media-Auftritt
Zukünftig wird die Fachstelle auf der Instagram-Seite der Landeskirche erscheinen. Hier werden Informationen über sexualisierte Gewalt, die Fachstelle, Wege ins Hilfesystem, Neuigkeiten, Veranstaltungen und viele weitere Themen erscheinen. Wir freuen uns auf die Kooperation.
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Neues aus der Landeskirche
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Fachtag spritiualisierte Gewalt
Für den 12. und 13. August hatte die Evangelische Agentur der Landeskirche Hannovers unter dem Titel „Scheinheilig. Spiritueller Missbrauch – Herausforderung für die Kirche im Umgang mit Macht“ zu einem Fachgespräch nach Hildesheim eingeladen. 28 Teilnehmende aus verschiedenen Landeskirchen, Professionen und Konfessionen folgten der Einladung. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, die gemeinsame Reflexion sowie die Vernetzung derjenigen, die mit dem Thema spiritueller Missbrauch beziehungsweise spiritualisierter Gewalt befasst sind. Nicht zuletzt durch die ForuM-Studie ist der Umgang mit Macht in der Kirche stärker in Frage gestellt. Damit verbunden ist die Aufgabe, Kirche machtsensibler zu gestalten und Strukturen zu schaffen, die Machtmissbrauch verhindern und Betroffene schützen. Neben sexualisierter Gewalt wird dabei zunehmend auch spiritualisierte beziehungsweise geistliche Gewalt in den Blick genommen. Das Thema soll weiter bearbeitet werden.
Schutzkonzept der Landessynode
Nach der Neukonstituierung der Synode der Landeskirche Hannovers wird nun das Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt aktualisiert. In diesem Zusammenhang wurden bereits betroffene Personen angefragt, ob sie ihre Rückmeldungen zum momentanen Stand teilen würden. Sollte es weitere betroffene Personen geben, die Interesse an einer Mitarbeit bis Anfang Oktober haben, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme mit der Fachstelle.
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Erfolgreiche Fachreihe digitale sexualisierte Gewalt
Die dreiteilige Fachreihe digitale sexualisierte Gewalt vom 25. bis 27. August war erfolgreich. Beim Auftakt ging es um Grundlagen wie Erscheinungsformen digitaler sexualisierter Gewalt, Strategien der Gewaltausübung, Wege in das Hilfesystem und Besonderheiten in der Beratung hinsichtlich Dokumentation, technischer und rechtlicher Hilfsmittel. Referiert hat Elizabeth Ávila Gonzaléz vom Projekt Aktiv gegen digitale Gewalt beim Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff).
Den zweiten Workshop, Lebenswelten Jugendlicher im digitalen Raum, bot Marlen Stahrmüller von sexpäd.berlin an. Hier wurden die Konfrontation mit Pornografie und der Umgang mit Sexting als lebensweltliche Realität Jugendlicher bearbeitet und Entwicklungen im Rahmen von Digitalisierung mit Forschungsergebnissen und Erfahrungswerten untermauert. In praktischen Übungen erprobten die Teilnehmenden Reaktionen und Handlungsimpulse für die Jugendarbeit.
Der letzte Workshop zu digitalem Kinderschutz wurde durch Miriam Wecke von Innocence in Danger gestaltet. Erkenntnisse der vorhergegangenen Workshops wurden von ihr zusammengeführt und in den Kontext von Interaktionsdynamiken im digitalen Raum gestellt. Es wurden Mechaniken sowie die Form der Beziehungsgestaltung digitaler Plattformen erläutert, nötige Beziehungskompetenzen herausgearbeitet und Hinweise für die Intervention und Unterstützung von betroffenen Personen zusammengefasst.
Rückfragen und Rückmeldungen zur Fachreihe können Sie an Wiebke Seedorf (wiebke.seedorf@evlka.de) stellen.
Präsentisches Vernetzungstreffen der Multiplikator*innen
Am 18. August hat das vierte präsentische Vernetzungstreffen für Multiplikator*innen stattgefunden. Drei Mal jährlich lädt die Fachstelle zu einem Vernetzungstreffen ein – einmal jährlich in Präsenz in Hannover. Die Vernetzungstreffen bieten Raum für Austausch, Diskussion und Weiterbildung. An dem zurückliegenden Termin konnten die Teilnehmenden in vier Workshops zu Themen wie trauamsensible Schulungsgestaltung, Umgang mit Widerständen im Schulungsalltag, Sexualpädagogik und Rolle als Multiplikator*innen arbeiten. Neben dem inhaltlichen Austausch wurde der neue Interventionsplan vorgestellt und diskutiert.
Sexualisierte Gewalt als Thema in Kliniken und Heimen
Immer wieder werden in der Krankenhausseelsorge Anforderungen im Umgang mit sexualisierter Gewalt in Krankenhäusern und Altenheimen deutlich. Krankenhausseelsorge begreift sich als Begleitung von Patient*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden. Hier sind Systemkenntnisse nötig, um Anfragen gut beantworten können. In den allgemeinen Grundschulungen kann nicht ausreichend auf vorhandene Strukturen eingegangen werden, die nicht allein mit kirchlichen Vorgaben beantwortet werden können. Daher wurde in dem vergangenen Workshop diese Lücke gefüllt: Die Teilnehmenden haben sich unter anderem mit Anforderungen des Qualitätsmanagements und des allgemeines Geichbehandlungsgesetzes vertraut gemacht.
Der Workshop hat übergreifend landeskirchliche und diakonische Mitarbeitende adressiert. Bei Fragen zu dem Thema können Sie sich an Petra Eickhoff-Brummer (petra.eickhoff-brummer@evlka.de) wenden.
Neue freie Plätze: „Peergewalt unter Kindern im Kita-Alter“
Für den bisher ausgebuchten Workshop „Sexuelle Übergriffe unter Kindern – Eine Herausforderung für die Professionalität im pädagogischen Alltag von Kita und Schule“ sind nun weitere Plätze verfügbar. Die Anmeldung ist wie üblich über die Website möglich.
Zur Anmeldung
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Studie zum Umgang von Landesbischöf:innen mit der Thematik sexualisierte Gewalt
In Zusammenhang mit der Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Studie zu Klaus Vollmer im Juni 2025 wurde angekündigt, dass eine weitere Studie zum Umgang der Landesbischöf*innen mit dem Themenfeld sexualisierte Gewalt seit 1945 konzipiert und durchgeführt werden soll. Vor diesem Hintergrund wird momentan ein Konzept beraten, das die Grundlage für eine solche Analyse bildet.
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3. Betroffenenforum des Verbunds Niedersachsen-Bremen
Am 22. August fand von 10 bis 16 Uhr in Hannover das 3. Betroffenenforum des Verbunds Niedersachsen-Bremen statt. Die Veranstaltung diente der Vernetzung und dem Austausch. Die Fachstellen im Verbund waren mit einem Austauschformat dabei. Am Vormittag gab es unter dem Stichwort „Information und Dialog“ die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen in Kleingruppen auszutauschen. Den Nachmittag haben die Mitglieder der Betroffenenvertretung gestaltet.
Rechercheratgeber zur Akteneinsicht
Die unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat einen „Rechercheratgeber für Akten zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend“ (PDF-Download) vorgestellt, der Betroffenen sexualisierter Gewalt helfen soll, Akten zu finden und einzusehen. Der Leitfaden soll über Rechte, Herausforderungen und praktische Schritte aufklären. So sollen der oft schwierige Zugang zu Informationen in Behörden, Kirchen oder anderen Institutionen erleichtert und Betroffene bei der Aufarbeitung unterstützt werden. Die Broschüre geht auf mehrere verschiedene Tatkontexte ein, von der Familie über Kitas, Schulen, Heime und Vereine bis zu den Kirchen. Sie ist jedoch nicht explizit für die Landeskirche Hannovers erarbeitet worden. Erstellt wurde die Broschüre im Auftrag der Aufarbeitungskommission von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Hildesheim.
Literaturtipp
Neu erschienen ist das Buch „Pastoralmacht und sexualisierte Gewalt. Dynamiken und Risikofaktoren in der evangelischen Kirche“ (PDF-Download) von Elis Eichener und Isolde Karle. In dem Buch beschäftigen sich die beiden Autor*innen mit dem foucaultschen Konzept der Pastoralmacht und verbinden dies in ihrer Analyse mit Risikofaktoren sexualisierter Gewalt in der Kirche, Täter*innenstrategien und Folgen für betroffene Personen. Sie enden mit Vorschlägen für Konsequenzen im kirchlichen Leben.
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16. September 2026, 9 bis 13.30 Uhr: Grundschulung Prävention sexualisierter Gewalt, digital
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22. September 2026, 17 bis 21 Uhr: Workshop „Schutzkonzepte sicher entwickeln“, digital
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8. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr: Leitungsschulung, Hanns-Lilje-Haus Hannover
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ABGESAGT: 8. Oktober 2026, 10.30 bis 16 Uhr: „Grenzenlos? Grenzen – los! Grenzverletzende Kontakte in Seelsorge und vertraulichen Gesprächen“, Zentrum für Seelsorge und Beratung
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10. November 2026, 9 bis 13 Uhr: Grundschulung für Mitarbeitende des Landeskirchenamts der Landeskirche Hannovers mit Außenstellen, Landeskirchenamt Hannover
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17. November 2026, 15 bis 17.30 Uhr: „Peergewalt unter Kindern im Kita-Alter“ mit Ulli Freund, digital
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1. Dezember 2026, 10 bis 13 Uhr: Achtsam unterwegs. Prävention sexualisierter Gewalt auf Freizeiten (mehr Informationen)
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3. Dezember 2026, 9.30 bis 17 Uhr: Fachtag Aufarbeitung, Werkhof Hannover
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