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Newsletter | Oktober 2026

Aus der Fachstelle

In eigener Sache

Jahresplanung für 2027 steht

Im Rahmen der jährlichen Fachstellen-Klausur konnten wir die Jahresplanung 2027 finalisieren. Wir freuen uns auf ein aktives nächstes Jahr!

Neues aus der Landeskirche

Zweiter Thementalk „Neuer Interventionsplan“
Im Juni ist der neue landeskirchliche Interventionsplan für Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt durch kirchliche Mitarbeitende in Kraft getreten. Die Meldepflicht für alle Mitarbeitenden sowie die vertraulichen Beratungs- und Ansprechmöglichkeiten in der Fachstelle Sexualisierte Gewalt bleiben bestehen, Neuerungen und Veränderungen sind jedoch zu beachten. Im Thementalk wird Dr. Martin Hauger gemeinsam mit Linda Schreiber (Koordinierungsstelle), Andrea Radtke (Juristin der Fachstelle) sowie Rebekka Neander (Pressesprecherin) die Neuerungen vorstellen und Ihre Fragen beantworten. Aufgrund der großen Nachfrage nach einem zweiten Termin findet dieser nun am Mittwoch, 16. Dezember, digital von 12 bis 13 Uhr statt. Die Anmeldung ist über die Website der Fachstelle möglich.

Runder Tisch
Der „Runde Tisch“ hat am 6. September getagt. Ein Thema war unter anderem die Vorstellung der „empirica-Studie“ Sexuelle Einstellungen und Verhaltensweisen (hoch)religiöser Christ:innen. Daniel Rudolphi fasste bei dem Treffen einige Ergebnisse der Studie zusammen. Dies bot eine Perspektive auf die Themenkomplexe Sexualethik und Sexualpädagogik und stellte den Zusammenhang zu sexualisierter Gewalt her.

Prävention

Schulung Peergewalt unter Kindern im Kita-Alter
Zu der Schulung am 17. November mit Ulli Freund (Diplom-Pädagogin), Fachberaterin und Autorin zu den Themen „Sexuelle Übergriffe unter Kindern“, sind wieder Plätze verfügbar. Ausgehend von der kindlichen sexuellen Entwicklung wird im Vortrag der Unterschied zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität skizziert. Anhand der Abgrenzung von sexuellen Aktivitäten unter Kindern wird eine Definition von sexuellen Übergriffen vorgestellt, die die Grundlage für einen fachlich-pädagogischen Umgang im Sinne eines Kinderschutzanliegens bietet. Es werden die Aufgaben von pädagogischen Fachkräften abgesteckt und der konkrete Umgang mit dem betroffenen und dem übergriffigen Kind in Grundzügen vorgestellt sowie die Bedeutung der Kommunikation mit Eltern dargestellt.

Alle Multipikator*innenschulungen für 2026 durchgeführt
Ende September hat die letzte Multiplikator*innenschulung für 2026 stattgefunden. Es wurden nun knapp 300 Multiplikator*innen ausgebildet, die in der gesamten Fläche der Landeskirche aktiv sind. Für 2027 sind fünf weitere Ausbildungsdurchgänge geplant. Die Anmeldung für die ersten Termine ist bereits möglich.

Offene Sprechstunde Schutzkonzepte
Am 3. November zwischen 15 und 17 Uhr findet die nächste offene Sprechstunde zum Thema Schutzkonzepte statt. Tätige aus den Gemeinden und Einrichtungen der Landeskirche können in der Sprechstunde Fragen stellen, an ihren eigenen Schutzkonzepten weiterarbeiten und sich austauschen. Beratung bietet Torsten Beckmann-Loeks aus der Fachstelle an. Den Zugang zur Sprechstunde finden Sie auf der Website.

Intervention

Netzwerk externer Berater*innen gesucht
Die Fachstelle Sexualisierte Gewalt baut derzeit das Netzwerk externer Berater*innen weiter aus. Ziel ist es, Menschen, die sexualisierte Gewalt im Zusammenhang mit der Landeskirche Hannovers erfahren haben, neben dem Team der Fachstelle eine unabhängige, professionelle und qualifizierte Beratung außerhalb kirchlicher Strukturen zu ermöglichen. Dafür suchen wir weitere ausgebildete, freiberuflich tätige Berater*innen aus dem Gebiet der Landeskirche Hannovers. Besonders freuen wir uns über Interessierte aus den Regionen außerhalb Hannovers, um perspektivisch ein möglichst flächendeckendes Beratungsangebot zu schaffen. Die Mitglieder des Netzwerks werden bei konkretem Beratungs- oder Begleitungsbedarf angefragt. Die Mitarbeit sowie die jeweiligen Rahmenbedingungen und Absprachen für eine Begleitung werden individuell mit den Berater*innen besprochen.

Sie sind entsprechend qualifiziert und haben Interesse, Teil des Netzwerks zu werden? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme an Marc Fromberg (marc.fromberg@evlka.de).

Aufarbeitung

Fachtag Aufarbeitung
Die Fachstelle Sexualisierte Gewalt lädt herzlich zum Fachtag Aufarbeitung am 3. Dezember ein. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Erfahrungen aus Aufarbeitungsprojekten zu sexualisierter Gewalt in der Landeskirche. Gemeinsam mit Betroffenen, Mitwirkenden, Fachkräften aus Kirche und Wissenschaft sowie weiteren Interessierten möchten wir zentrale Fragen der Aufarbeitung diskutieren und Impulse für zukünftige Projekte entwickeln. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Verschiedenes

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November
Körperliche oder sexuelle Gewalt gehört vielerorts zur alltäglichen Erfahrung von Frauen. Am 25. November machen die Vereinten Nationen mit dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ weltweit auf diesen Missstand aufmerksam. Neben körperlicher und sexueller Gewalt haben auch psychische und emotionale Gewalt gravierende Folgen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Auch in diesem Jahr bleiben die Kirchen nicht stumm, sondern beziehen Position und laden ein, mitzumachen und sich anzuschließen! Eine Idee ist, einen orangenen Stuhl an diesem Tag vor die Tür zu stellen. Interessierte können Aufkleber mit dem Aufdruck #keinplatzfürgewalt Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen bestellen. Sollten Sie mitmachen, fotografieren Sie bitte diesen Stuhl, mailen Sie das Foto an susanne.paul@evlka.de und posten Sie es in Social Media mit dem Hashtag #keinplatzfürgewalt. Gleiches gilt, wenn Sie Fenster in Ihrer Einrichtung oder an prominenten Stellen in Ihrem Ort bemalen wollen. Eine Arbeitshilfe für Gottesdienste und Andachten für diesem Tag können Sie sie hier herunterladen.

67 Prozent aller Frauen ziehen sich aus dem Netz zurück
Sexualisierte Darstellungen, Drohungen und Belästigungen führen einer Umfrage zufolge zu einem Rückzug von Frauen aus digitalen Räumen. So würden sich 67 Prozent der Frauen aus dem digitalen Raum zurückziehen; die Präsenz von Männern im digitalen Raum steige entsprechend. Die Darstellung von Realität werde somit weiter verzerrt; auch mit steigender Involvierung künstlicher Intelligenz. Die Bearbeitung digitaler (sexualisierter) Gewalt bleibt ein Thema und entwickelt sich entsprechend weiter als Aufgabe für Prävention und Intervention.

Aufarbeitungsstudie zum Backhausenhof des Stephanstifts
Die Dachstiftung Diakonie hat am 5. Oktober eine Studie zu Gewalt und Missbrauch von Jungen im Heim „Backhausenhof“ von 1965 bis 1985 vorgestellt. Der Titel der Veröffentlichung lautet Heimerziehung, Gewalt und Sexualität am Beispiel des Heims Backhausenhof des Stephanstifts. Fachleute und betroffene Personen waren vor Ort, ergänzten die Vorstellung und ordneten sie mit ihren jeweiligen Perspektiven ein.

Hackerangriff auf Betroffenen-Netzwerk BeNe
Das 2024 gestartete Betroffenen-Netzwerk BeNe war nach einem Hackerangriff im Juli 2026 abgeschaltet worden. Eine Entschlüsselung dieser Daten gilt nach gegenwärtigem Kenntnisstand als technisch kaum möglich. Eine forensische Untersuchung läuft und die Sicherheitslücken sind inzwischen geschlossen. Wie genau es mit der Informationsseite weiter gehen soll, soll nun eine vom Beteiligungsforum (BeFo) beauftragte Task Force erarbeiten. „Betroffene“, so BeFo-Mitglied Matthias Schwarz, „brauchen Infos aus Betroffenensicht.“

Unabhängige Regionale Aufarbeitungskommission (URAK)
Acht von neun URAKs haben ihre ersten Arbeitsberichte abgegeben. Für die Landeskirche Hannovers ist die URAK im Verbund der Konföderation und Bremen zuständig. Eine Übersicht der abgegebenen Berichte ist hier zu finden. Sie unterscheiden sich deutlich voneinander. Einige Verbünde haben konkrete Projekte, andere sind dabei, ihre Arbeitsgrundlagen und Prozesse zu organisieren.

Ombudsstelle
Nachdem in Kirche und Diakonie die Einigung über eine künftige Ombudsstelle hergestellt wurde, haben die Fachstellen der EKD und der Diakonie nun mit dem Vergabeverfahren begonnen. Gesucht werden Fachberatungsstellen, die nicht in kirchlicher oder diakonischer Trägerschaft arbeiten, möglichst fünf Tage pro Woche erreichbar sind und eine breite Zielgruppe ansprechen.

Broschüre „Der Blick von Menschen mit Heimerfahrung“
Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat die Broschüre Der Blick von Menschen mit Heimerfahrung auf das Älterwerden: Sorgen, Wünsche und Forderungen veröffentlicht. Sie richtet sich an Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend in Heimen sexualisierte Gewalt erlebt haben und sich aktuell mit ihrer Versorgung und Unterbringung im Alter beschäftigen. Darüber hinaus erhalten Fachkräfte in der Altenpflege praktische Hinweise für ihre Arbeit. Ziel ist eine bessere Versorgung von Betroffenen im Alter.

Termine

  • 3. November 2026, 15 bis 17 Uhr: Offene Sprechstunde Schutzkonzepte, digital
  • 10. November 2026, 9 bis 13 Uhr: Grundschulung für Mitarbeitende des Landeskirchenamts der Landeskirche Hannovers mit Außenstellen, Landeskirchenamt Hannover
  • 17. November 2026, 15 bis 17.30 Uhr: „Peergewalt unter Kindern im Kita-Alter“ mit Ulli Freund, digital
  • 1. Dezember 2026, 10 bis 13 Uhr: Achtsam unterwegs. Prävention sexualisierter Gewalt auf Freizeiten (mehr Informationen)
  • 3. Dezember 2026, 9.30 bis 17 Uhr: Fachtag Aufarbeitung, Werkhof Hannover
  • 16. Dezember 2026, 12 bis 13 Uhr: Thementalk „Neuer Interventionsplan“, digital
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SIE HABEN FRAGEN?

Kontakt

Fachstelle Sexualisierte Gewalt
der Landeskirche Hannovers

Telefon: 
0511 1241-726
E-Mail: 
fachstelle.sexualisierte.gewalt@evlka.de

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