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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November
Körperliche oder sexuelle Gewalt gehört vielerorts zur alltäglichen Erfahrung von Frauen. Am 25. November machen die Vereinten Nationen mit dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ weltweit auf diesen Missstand aufmerksam. Neben körperlicher und sexueller Gewalt haben auch psychische und emotionale Gewalt gravierende Folgen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Auch in diesem Jahr bleiben die Kirchen nicht stumm, sondern beziehen Position und laden ein, mitzumachen und sich anzuschließen! Eine Idee ist, einen orangenen Stuhl an diesem Tag vor die Tür zu stellen. Interessierte können Aufkleber mit dem Aufdruck #keinplatzfürgewalt Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen bestellen. Sollten Sie mitmachen, fotografieren Sie bitte diesen Stuhl, mailen Sie das Foto an susanne.paul@evlka.de und posten Sie es in Social Media mit dem Hashtag #keinplatzfürgewalt. Gleiches gilt, wenn Sie Fenster in Ihrer Einrichtung oder an prominenten Stellen in Ihrem Ort bemalen wollen. Eine Arbeitshilfe für Gottesdienste und Andachten für diesem Tag können Sie sie hier herunterladen.
67 Prozent aller Frauen ziehen sich aus dem Netz zurück
Sexualisierte Darstellungen, Drohungen und Belästigungen führen einer Umfrage zufolge zu einem Rückzug von Frauen aus digitalen Räumen. So würden sich 67 Prozent der Frauen aus dem digitalen Raum zurückziehen; die Präsenz von Männern im digitalen Raum steige entsprechend. Die Darstellung von Realität werde somit weiter verzerrt; auch mit steigender Involvierung künstlicher Intelligenz. Die Bearbeitung digitaler (sexualisierter) Gewalt bleibt ein Thema und entwickelt sich entsprechend weiter als Aufgabe für Prävention und Intervention.
Aufarbeitungsstudie zum Backhausenhof des Stephanstifts
Die Dachstiftung Diakonie hat am 5. Oktober eine Studie zu Gewalt und Missbrauch von Jungen im Heim „Backhausenhof“ von 1965 bis 1985 vorgestellt. Der Titel der Veröffentlichung lautet Heimerziehung, Gewalt und Sexualität am Beispiel des Heims Backhausenhof des Stephanstifts. Fachleute und betroffene Personen waren vor Ort, ergänzten die Vorstellung und ordneten sie mit ihren jeweiligen Perspektiven ein.
Hackerangriff auf Betroffenen-Netzwerk BeNe
Das 2024 gestartete Betroffenen-Netzwerk BeNe war nach einem Hackerangriff im Juli 2026 abgeschaltet worden. Eine Entschlüsselung dieser Daten gilt nach gegenwärtigem Kenntnisstand als technisch kaum möglich. Eine forensische Untersuchung läuft und die Sicherheitslücken sind inzwischen geschlossen. Wie genau es mit der Informationsseite weiter gehen soll, soll nun eine vom Beteiligungsforum (BeFo) beauftragte Task Force erarbeiten. „Betroffene“, so BeFo-Mitglied Matthias Schwarz, „brauchen Infos aus Betroffenensicht.“
Unabhängige Regionale Aufarbeitungskommission (URAK)
Acht von neun URAKs haben ihre ersten Arbeitsberichte abgegeben. Für die Landeskirche Hannovers ist die URAK im Verbund der Konföderation und Bremen zuständig. Eine Übersicht der abgegebenen Berichte ist hier zu finden. Sie unterscheiden sich deutlich voneinander. Einige Verbünde haben konkrete Projekte, andere sind dabei, ihre Arbeitsgrundlagen und Prozesse zu organisieren.
Ombudsstelle
Nachdem in Kirche und Diakonie die Einigung über eine künftige Ombudsstelle hergestellt wurde, haben die Fachstellen der EKD und der Diakonie nun mit dem Vergabeverfahren begonnen. Gesucht werden Fachberatungsstellen, die nicht in kirchlicher oder diakonischer Trägerschaft arbeiten, möglichst fünf Tage pro Woche erreichbar sind und eine breite Zielgruppe ansprechen.
Broschüre „Der Blick von Menschen mit Heimerfahrung“
Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat die Broschüre Der Blick von Menschen mit Heimerfahrung auf das Älterwerden: Sorgen, Wünsche und Forderungen veröffentlicht. Sie richtet sich an Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend in Heimen sexualisierte Gewalt erlebt haben und sich aktuell mit ihrer Versorgung und Unterbringung im Alter beschäftigen. Darüber hinaus erhalten Fachkräfte in der Altenpflege praktische Hinweise für ihre Arbeit. Ziel ist eine bessere Versorgung von Betroffenen im Alter.
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